„Operation Luxor“: Österreichische Behörden gehen gegen Islam-Prediger vor

Sonntag, 6 Dezember, 2020 - 17:29

In Österreich demonstriert der Staat Stärke gegen islamismus-verdächtige Imame. Bei einer konzertierten Aktion von Polizei und Justiz unter dem Decknamen „Operation Luxor“ in der zweiten Novemberwoche sind vier in Österreich tätige Islamlehrer ins Visier der Ermittlungsbehörden geraten – einer in Wien und drei in der Steiermark.

Dem in Wien aktiven Imam mit ägyptischen Wurzeln wird vorgeworfen, an Veranstaltungen der radikalislamischen Muslimbruderschaft teilgenommen zu haben. Die Ermittler hatten außerdem Telefongespräche mitgehört, in denen über Käufe von Grundstücken und Häusern gesprochen wurde. Zwei steirische Islamlehrer sind darüber hinaus bis auf Weiteres suspendiert worden, berichten österreichische Medien.

Zwei der Verdächtigen waren an Schulen tätig, einer war offenbar von einer Glaubensgemeinschaft entsandt, weshalb er nicht unter Aufsicht der staatlichen österreichischen Bildungsdirektion steht. Alle drei wurden aufgefordert, eine Stellungnahme abzugeben.

Einem der Lehrer wird vorgeworfen, in einer bekannten und umstrittenen Moschee tätig gewesen zu sein, zudem soll er bei Veranstaltungen der Muslimbruderschaft anwesend gewesen sein. Dabei sollen die Scharia besungen und eine Israel-Fahne verbrannt worden sein. Zudem soll der Mann Christen als „Götzengläubige und Söhne von Schweinen und Affen“ beschimpft haben. Ein anderer plante laut Ermittlungen Kinderbücher zum Zweck der Missionierung. Ein weiterer soll im Unterricht mit Volksschulkindern „bedenkliche Ideologien“ verbreitet haben.

Mehr als 70 Personen stehen seit der „Operation Luxor“ im November im Fokus der Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen richten sich gegen Unterstützer der Muslimbruderschaft und der Hamas.