Political philosophy

Jean Thiriart: der militante Geopolitiker

23.09.2021

Ohne Angst vor Widerspruch könnte man sagen, dass diese Biografie des "militanten Geopolitikers" (Theoretiker der realen Einigung Europas) in gewisser Weise den Weg für das derzeitige erneute Interesse am Thiriart'schen Denken geebnet hat: 2016 au

Was ist das Imperium?

28.06.2021

Seit einigen Jahren wird in nationalistischen und eurasischen Kreisen, insbesondere innerhalb der "Neuen Rechten", der Begriff des Imperiums als Mittel zur Wiederherstellung/Etablierung und Perpetuierung der europäischen Nation oder der europäischen Macht wieder aufgegriffen. Dieser Begriff wird oft mit dem des "Imperiums" (Anmerkung des Übersetzers: "Empire") verwechselt, aus dem einfachen und guten Grund, dass er etymologisch die Wurzel davon ist. Es wäre jedoch ratsam zu klären, was ein Imperium ist, um alle seine Möglichkeiten zu verstehen, die über die einfache Perspektive eines "Imperiums" im gewöhnlichen Sinne des Wortes (d.h. im Sinne einer supranationalen politischen Struktur) hinausgehen.

Die moderne Wissenschaft hat Gott und Seine Welt ermordet

21.06.2021

Dieser Moment wird gewöhnlich als das Drama eines "fortschrittlichen wissenschaftlichen Weltbildes im Kampf gegen die mittelalterliche Rückständigkeit" angesehen. Tatsächlich war es eine Episode in einem Akt der Gottesvernichtung, der sich über mehrere Jahrhunderte der westeuropäischen Geschichte erstreckte. Als Nietzsche im XIX. Jahrhundert verkündete "Gott ist tot, ihr habt Ihn getötet - ihr und ich!", stellte er nur eine vollendete Tatsache fest.

Die Realität ist unwissenschaftlich

20.06.2021

Die Phänomenologie ist hervorragend geeignet, die Weltbilder der verschiedenen Völker und Zivilisationen zu erfassen. Nicht nur Religionen und Mythen sind von der kulturellen Umgebung abhängig. Jedes Volk hat seine eigene Vorstellung von der Welt, von der Materie, von der Zeit, vom Raum, vom Menschen. Ein Volk trägt die Welt in sich - als seinen kumulativen Riesenwillensakt.

Das Rasiermesser von W. Occam ist ein Instrument der ontologischen Kastration

10.06.2021

Occam selbst erkennt zwar noch Gott als Schöpfer dieser materiellen Vielheit an, aber seine Rolle unterscheidet sich nicht wesentlich vom Big Bang der modernen Physik. Ein solcher "Gott" ist nur die Ursache der materiellen Existenz. Und der Logik des "keine doppelten Essenzen" folgend, wird ein solcher "Gott" nach und nach aus der modernen westeuropäischen Wissenschaft verschwinden. Gott verschwindet gerade deshalb, weil "es keine Notwendigkeit gibt, Essenzen zu verdoppeln", werden die Materialisten die Idee von Occam bis zum logischen Ende entwickeln. Die materielle Vielheit selbst ist genug. Und alles andere ist nur ein reines Spiel des Intellekts, der verzweifelt versucht, mit der Menge, die ihn umgibt, zu handeln.

Liberalismus 1.0 und die Vierte Politische Theorie: Verbündete im Kampf gegen den Great Reset

03.06.2021

Die positiven Punkte, die man vom Liberalismus erhalten und erlernen kann, sind neben der Idee der Freiheit vor Allem auch die Idee der Dezentralisierung. Julius Evola be-schrieb gut, dass traditionelle Gesellschaften keine Zentralstaaten waren, wo eine Re-gierung alles fürs Reich regelte, sondern Fürstentümer und Provinzen einen hohen Grad an Autonomie inne hatten. Auch Liberale sind  große Unterstützer der Idee der Dezentra-lisierung.