FPÖ-Chef Strache zwischen Rausschmiß und Wiederwahl

28.11.2019

Während die FPÖ bei der Landtagswahl in der Steiermark erneut einen herben Dämpfer einstecken mußte, brodelt es in der Partei. FPÖ-Generalsekretär Hafenecker schloß nicht aus, daß der wegen der „Ibiza-Affäre“ zurückgetretene Ex-Parteichef Strache nun endgültig aus der Partei ausgeschlossen werden könnte. Dieser wiederum ließ auf Facebook durchblicken, er stehe wieder als Parteichef zur Verfügung, wenn die Partei die Suspendierung seiner Mitgliedschaft aufhebe.

Wörtlich schrieb Strache am Sonntagmorgen: „Ich biete der FPÖ die Aufhebung meiner Suspendierung (diese war eine anti-freiheitliche Vorverurteilung) und Rückkehr als Parteichef an. Die Parteibasis soll entscheiden. Machen wir eine demokratische Basis-Abstimmung!“ Gegen Mittag änderte Strache sein Facebook-Posting dann allerdings und sprach nunmehr nur noch von „Wiener Parteichef“. Außerdem möchte er eine Abstimmung darüber, „wer die FPÖ in die Zukunft und Wiener Wahl 2020 führen soll!“

Wieder eine Stunde später, um 13:55 Uhr, bearbeitete Strache seinen Kommentar nochmals und forderte nun auch noch die „Rücknahme des Parteeiausschlusses meiner Frau Philippa“.

In seiner Partei stießen seine Äußerungen bislang auf wenig Gegenliebe. Der Wiener FPÖ-Landesparteisekretär Michael Stumpf ließ durchblicken, er könne Straches Aussagen „nicht nachvollziehen“. FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker ging noch einen Schritt weiter – er schloß nicht aus, daß Strache nach seiner Aktion endgültig aus der FPÖ ausgeschlossen werden könnte.