Populäre Grenzzäune: Auch Norwegen befestigt Grenze gegen Illegale

Donnerstag, 1 September, 2016 - 14:00

Nicht nur in Südosteuropa kommen Grenzzäune zur Abwehr illegaler „Flüchtlinge“ immer mehr in Mode. Jetzt zieht auch Norwegen nach und errichtet an seiner Grenze zu Rußland einen 200 Meter langen Stahlzaun. Damit soll ein Ausweichen von Asylwerbern nach dem Schließen der Balkanroute verhindert werden.

Tatsächlich hatte Norwegen einen letzten großen Asylanten-Ansturm Ende 2015 verzeichnet. Rund 5.500 Asylwerber sollen damals binnen kurzer Zeit über Rußland eingereist sein. Im Vorfeld hatte sich das Gerücht verbreitet, Norwegen gewähre jedem „Flüchtling“ bedingungslos Asyl. In Oslo ist man allerdings zuversichtlich, daß wenigstens die Hälfte der 2015 ins Land gekommenen Asylwerber zurückgeschickt werden können.

Der Direktor der norwegischen Ausländerbehörde, Frode Forfang, machte erst dieser Tage in seinem Blog darauf aufmerksam, daß die Hoffnung auf bedingungsloses Asyl illusorisch sei. „In Wirklichkeit sind es sehr viel weniger, die eine Aufenthaltsgenehmigung in Norwegen bekommen“, schrieb Forfang. Bis zu 15.000 „Flüchtlingen“ steht demnach ein abgelehnter Asylbescheid bevor. Jeder dritte Asylwerber in Norwegen kommt nach einem Bericht des Fernsehsenders NRK derzeit aus Syrien.

zuerst.de (31.8.2016)

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