Weltweite Erhebung: USA "gefährlicher" als Russland und China

Samstag, 8 Mai, 2021 - 09:04

Ein interessantes Meinungsbild: obwohl Medien und etablierte Politiker immer wieder vor „autoritären“ Regierungen wie in Rußland, China oder Ungarn warnen, halten viele Menschen die USA für die ungleich größere Bedrohung. Das geht aus dem jetzt vorgestellten aktuellen „Democracy Perception Index 2021“ hervor, für den insgesamt 53.000 Menschen in 53 Staaten weltweit zum Zustand der Demokratie befragt wurden.

Tatsächlich sehen viele der Befragten die Demokratien der Welt in Gefahr. Aber offenbar nicht durch auswärtige Mächte. Denn rund die Hälfte ist gleichzeitig der Auffasung, daß ihre eigenen jeweiligen Regierungen nicht demokratisch agieren.

Grundsätzlich werden als größte Bedrohung für demokratische Systeme ökonomische Ungleichgewichte und Ungerechtigkeiten zwischen Teilen der Bevölkerung gesehen. Durchschnittlich unterschreiben diese Aussage 64 Prozent der Menschen in den Umfragestaaten. Seit der letzten „Democracy Perception Index“-Umfrage im Vorjahr hat aber bezeichnenderweise auch die Sorge vor sozialen Medien – hier vor allem in den USA und Europa – zugenommen. Dabei stehen besonders Österreicher, Ungarn und Deutsche den sozialen Medien besonders skeptisch gegenüber. In allen drei Ländern werden Plattformen wie Twitter, Facebook und Instagram als eher negativer Einfluß auf demokratische Systeme gesehen.

Bemerkenswert: 44 Prozent aller in den 53 Staaten Befragten fühlen sich durch die amerikanische Außenpolitik bedroht. Von China (38 Prozent) und Rußland (28 Prozent) fühlen sich deutlich weniger Menschen bedroht.

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08.08.2022 - 09:54
Nachdem die Welt mit angehaltenem Atem Pekings Reaktion auf die jüngste amerikanische Polit-Kapriole erwartet hat, mag das Ausbleiben einer fulminanten Reaktion enttäuschend erscheinen – ist es aber nicht. Für China geht es nicht um diesen einen Dienstag im August, sondern um den Weg, der jetzt vor dem Land liegt.