Versorgungsengpaß: Bundeswehr muß länger auf neue Kampfstiefel warten

Freitag, 30 August, 2019 - 09:38

Bundeswehrsoldaten müssen deutlich länger als geplant auf neue Stiefel warten. Das geht aus einer Antwort des Bundesverteidigungsministeriums auf eine Anfrage der FDP-Abgeordneten Marie-Agnes Strack-Zimmermann hervor.

„Die vollständige Umsetzung des neuen Kampfschuhsystems Streitkräfte wird nach derzeitiger Planung bis zum Ende des zweiten Quartals 2022 abgeschlossen sein“, heißt es in der Antwort.

Demnach hätten alle Angehörigen der Streitkräfte eigentlich bereits bis Ende 2020 neue Schuhe erhalten sollen. „Aufgrund begrenzter Produktionskapazitäten der Industrie ließ sich dieser Zeitansatz jedoch nicht halten“, hieß es aus dem Ministerium. Wie viele Bundeswehrangehörige heute bereits neue Schuhe haben, sagte die zuständige Sprecherin nicht. Demnach verfügen „derzeit erst einige“ über einen vollständigen neuen Kampfschuhsatz.

Der Wechsel vom „Ganzjahresschuh“ auf zwei Paar vom „Kampfschuh, schwer“ und ein Paar vom „Kampfschuh, leicht“ ist dem Zeitungsbericht nach seit 2016 geplant. Dem Schreiben an Strack-Zimmermann zufolge haben inzwischen zwar gut 160.000 der knapp 183.000 Soldaten ein erstes Paar des schweren, schwarzen Kampfschuhs – das zweite fehlt aber noch. Den leichten Schuh haben demnach nur gut 31.000 Soldatinnen und Soldaten.