USA vs. China: Washington sägt am Finanzplatz Hongkong

Sonntag, 31 Mai, 2020 - 07:19

Die US-Regierung bleibt auf Konfrontationskurs gegenüber China. Jetzt hält Washington den vorteilhaften Sonderstatus für Hongkong angesichts der Pekinger Hongkong-Politik nicht mehr für gerechtfertigt. Auch die Bedeutung des Finanzplatzes Hongkong – der für China wichtig ist – könnte in Gefahr geraten. Die US-Regierung erklärte jedoch nicht, welche konkreten Schritte nun geplant sind.

Washington äußerte sich angesichts von Peking geplanten neuen Sicherheitsgesetze für Hongkong „besorgt“. Eine Sprecherin von US-Präsident Trump erklärte am Dienstag, die USA sähen die Zukunft des Finanzstandorts Hongkong durch Chinas Pläne gefährdet. Trump selbst sagte, er wolle sich noch vor Ende der Woche zum weiteren Umgang mit Hongkong äußern. Das jährliche Handelsvolumen für Waren und Dienstleistungen zwischen den USA und Hongkong betrug zuletzt 67 Milliarden US-Dollar.

Die frühere britische Kronkolonie wird seit der Rückgabe an China 1997 weitgehend autonom nach dem Grundsatz „ein Land, zwei Systeme“ verwaltet. Seit vergangenem Sommer kommt es in Hongkong immer wieder zu Demonstrationen, die sich gegen die Regierung und den langen Arm Pekings richten.