USA: 33 Millionen Arbeitslose

Dienstag, 12 Mai, 2020 - 06:48

Die Corona-Krise erweist sich für die größte Volkswirtschaft der Welt, die der USA, immer mehr als epochaler Tiefschlag. Jetzt ist es amtlich, daß die Arbeitslosenquote in den USA im April auf 14,7 Prozent angestiegen ist – das ist der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen nach dem Zweiten Weltkrieg, wie die US-Regierung mitteilte. Vor Beginn der Krise im Februar hatte die Arbeitslosenquote noch bei 3,5 Prozent gelegen, im März war sie auf 4,4 Prozent gestiegen.

Seit März haben nunmehr bereits mehr als 33 Millionen Menschen erstmals Arbeitslosenhilfe beantragt. Die Arbeitslosenquote für April erfaßt wegen einer verzögerten Datenerhebung nur die Lage bis Mitte des Monats. Die Quote dürfte daher noch nicht das ganze Ausmaß der Jobkrise widerspiegeln.

In der amerikanischen Geschichte wurde bislang nur während der Weltwirtschaftskrise in den 1920er und 30er Jahren eine höhere Arbeitslosenquote verzeichnet. Damals erreichte die Quote rund 25 Prozent.

Bis Februar hatte die US-Konjunktur noch gebrummt, an der Börse wurden Höchststände gemeldet, und Experten rechneten mit einem Wirtschaftswachstum von gut zwei Prozent. Inzwischen steuern die USA trotz massiver Konjunkturpakete auf eine tiefe Rezession zu.