Ungarn zementiert traditionelles Familienverständnis in Verfassung

Mittwoch, 16 Dezember, 2020 - 23:30

Da schäumen die politisch Korrekten: das ungarische Parlament hat am Dienstag mit einer Regierungsmehrheit für eine unmißverständliche Änderung des ungarischen Grundgesetzes gestimmt. Demnach wird künftig eindeutig festgeschrieben, daß Elternschaft nur aus Frau und Mann bestehen kann, daß die Mutter eine Frau und der Vater ein Mann ist. Außerdem wird bestimmt, daß als Geschlecht eines Menschen allein dasjenige zum Zeitpunkt seiner Geburt zu gilt.

Urkundenfälschungen wie in westlichen Ländern, die nachträgliche Änderungen des natürlichen Geschlechts erlauben, sind damit in Ungarn künftig unterbunden. Auch ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare entfällt.

Die Verfassungsänderung war seitens der Regierung mit dem stärkeren Schutz der Familien und der Sicherheit der Kinder – die einen Anspruch auf die geschlechtliche Identität zum Zeitpunkt der Geburt haben sollen – begründet worden. Den Kindern soll eine Erziehung nach den Werten der ungarischen christlichen Kultur gewährt werden.

Die Menschenrechts-NGO „Amnesty Hungary“ sprach von einem „schwarzen Tag für die LGBT-Community“.

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