Ungarn erinnert an die Opfer des Kommunismus

Sonntag, 28 Februar, 2021 - 07:17

Aus Anlaß des Tages der Erinnerung an die Opfer des Kommunismus wies des ungarische Kanzleramtsminister Gergely Gulyás in einer Botschaft darauf hin, daß das durch den Kommunismus verursachte Leid und die heldenhafte Haltung der Ungarn gegen die Diktatur Teil der nationalen Identität Ungarns seien, „ein Andenken an das Heldentum, das in das nationale Gedächtnis eingraviert ist“.

„Am Gedenktag zünden wir Kerzen zum Gedenken an Hunderttausende unserer Landsleute und mehr als 100 Millionen ermordete Opfer des Kommunismus weltweit an“, heißt es in der Botschaft weiter, und: „Dank ihrer Haltung, ihres Heldentums und ihres Lebensopfers existiert das heutige freie Ungarn.“

Ein besonderes Anliegen ist dem Minister auch die Klarstellung, daß es „keinen Handel mit denen [gebe], die die Sünden des Kommunismus und der Sünder entschuldigen wollen. Es gibt keinen Handel mit denen, die sich heute der Freiheit erfreuen können, obwohl sie früher Diener einer massenmörderischen Diktatur waren.“

In Ungarn wird seit 2001 jedes Jahr am 25. Februar der Opfer des Kommunismus gedacht. An diesem Tag wurde im Jahr 1947 Béla Kovács, Generalsekretär der Unabhängigen Partei der Kleinbauern, von den sowjetischen Behörden verhaftet und in die UdSSR verschleppt – eine Geste zur Abschreckung an alle politischen Gegner