Ungarisches Parlament beschneidet Rechte von Trans- und Intersexuellen

Donnerstag, 21 Mai, 2020 - 08:45

Eine glatte Ohrfeige für die Gender-Korrekten in Brüssel: das ungarische Parlament hat jetzt mit den Stimmen der rechtsnationalen Regierungsmehrheit ein Gesetz beschlossen, das die Rechte von sogenannten Trans- und Intersexuellen drastisch einschränkt. Demnach darf im standesamtlichen Personenregister das biologische Geschlecht eines Menschen, das dort nach seiner Geburt eingetragen wurde, später nicht mehr verändert werden. Insbesondere schließt dies aus, daß eine Person, die sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen hat, unter ihrem neuen Geschlecht amtlich anerkannt wird und ihre Dokumente dahingehend ändern, d.h. fälschen darf.

Menschenrechtsorganisationen verurteilten die neue Regelung prompt. So echauffierte sich David Vig von Amnesty International Ungarn, die ungarische Regierung verstärke eine „intolerante und feindselige Umgebung“ für die Betroffenen und werfe Ungarn zurück ins Mittelalter.

Präsident Orbán macht sich aus solchen Anwürfen nichts. Er gilt schon seit längerem als bekennender Gegner der Gender-Ideologie, die inzwischen zu den tragenden Säulen der sogenannten „europäischen Werte“ zählt. So ist es Universitäten in Ungarn schon seit längerem untersagt, Lehrgänge im Fach „Gender-Theorie“ anzubieten.