Ukraine: Für Moskau hat die „Sicherheit der russischen Bürger“ höchste Priorität

Freitag, 9 April, 2021 - 08:16

Selbst die bundesdeutschen „Qualitätsmedien“ können das Säbelrasseln in der Ostukraine nicht mehr unter den Teppich kehren. Während sie aber einseitig Rußland die Verantwortung an der Eskalation zuschieben, hat der Kreml jetzt erklärt, für Moskau habe die Sicherheit der russischen Bürger in den selbsternannten Republiken Donezk und Lugansk oberste Priorität.

Kremlsprecher Dmitri Peskow wies internationalen Medienvertretern  zudem darauf hin, daß keinerlei Anstrengungen vonseiten der Ukraine erkennbar seien, die einer Deeskalation förderlich sein könnten, im Gegenteil. Peskow wörtlich:

„Die Situation ist besorgniserregend. Wir sehen vonseiten der Ukraine keinen Willen einer Deeskalation, das Thema des Konfliktes anzugehen, sich hinter einer angeblichen Bedrohung nicht zu verstecken und die Kontrolle über die Streitkräfte zu übernehmen, die direkt an der Demarkationslinie stehen und die meisten Provokationen verursachen. Am wichtigsten ist, daß keine weiteren militärischen Aktivitäten der ukrainischen Streitkräfte gegen das eigene Volk, gegen die Menschen, die in den selbsternannten Republiken wohnen, provoziert werden.“

Peskow unterstrich ausdrücklich, daß viele Bürger in beiden „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk auch russische Pässe besitzen. Auf die Frage, wie Rußland seine Bürger im Fall einer Konflikteskalation schützen werde, ging er nicht näher ein, betonte aber: „Die Sicherheit der russischen Bürger ist eine absolute Priorität des russischen Staates und von Präsident Putin persönlich.“

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Unterdessen steuert die Kiewer Regierung, die sich der Unterstützung der neuen US-Regierung unter Präsident Biden sicher glaubt, zielstrebig auf eine weitere Verschärfung der Situation zu und versucht ersichtlich, die NATO zu involvieren. Der ukrainische Präsident Selenskij erklärte am Dienstag nach einem Telefongespräch mit NATO-Generalsekretär Stoltenberg, ein NATO-Beitritt seines Landes sei der „einzige Weg“, um den Krieg im Donbass zu beenden. Dies wäre zugleich ein „klares Signal für Rußland“. Kremlsprecher Peskow bezeichnete dies als „eine inakzeptable Aussicht“.

Auch der stellvertretende russische Außenminister Rjabkow ließ die russische Nachrichtenagentur TASS wissen, daß Kiew im Schulterschluß mit Washington in der Ostukraine eine zunehmend provokative und trotzige Haltung einnehme. Wörtlich sagte Rjabkow: „In Washington sollte man sich Sorgen über die Folgen dieser koordinierten Politik machen.“