Trump: Noch mehr US-Soldaten werden aus Irak und Afghanistan abgezogen

Dienstag, 15 September, 2020 - 08:35

Erst dieser Tage hat US-Präsident Trump mit einer deftigen Ansage an die Adresse der Pentagon-Führung seinen Friedenswillen unterstrichen und weltweiten amerikanischen Militäreinsätzen eine Absage erteilt. Jetzt läßt er seinen Worten Taten folgen und will den Truppenabzug im Nahen und Mittleren Osten vorantreiben. Das Weiße Haus teilte mit, der Präsident werde den Abzug weiterer US-Streitkräfte aus dem Irak und in den kommenden Tagen eine Reduzierung der Truppenstärke in Afghanistan ankündigen.

Trump hält damit auch an der Umsetzung eines seiner zentralen Wahlversprechen von 2016 fest – er hatte damals versprochen, „Amerikas endlose Kriege“ zu beenden.

Derzeit sind im Irak noch etwa 5.200 US-Soldaten stationiert. Noch im September soll ihre Zahl auf 3.000 reduziert werden. Der Schritt erfolge „in Absprache und Zusammenarbeit mit der irakischen Regierung und unseren Koalitionspartnern“, sagte Kenneth McKenzie, Chef des US-Zentralkommandos im Nahen Osten, am Mittwoch in der irakischen Hauptstadt Bagdad. Nach der Ermordung des iranischen Generals Soleimani durch eine US-Rakete auf dem Flughafen Bagdad im Januar 2020 hatte auch das irakische Parlament erneut einen kompletten Truppenabzug der Amerikaner aus dem Land gefordert.

Weitere 8.600 US-Soldaten befinden sich in Afghanistan. Bereits vergangenen Monat hatte Trump angekündigt, die Truppenstärke dort auf 4.000 zu senken.