Trump nimmt John Wayne in Schutz

Donnerstag, 2 Juli, 2020 - 17:30

US-Präsident Donald Trump ist selten um klare Worte verlegen. Jetzt hat er sich zu den jüngsten „Rassismus“-Vorwürfen gegen die Filmlegende John Wayne geäußert und kein Blatt vor den Mund genommen. Den jüngsten Vorstoß von Vertretern der Demokratischen Partei, den nach John Wayne benannten Flughafen in Kalifornien umzutaufen, bezeichnete er auf Twitter als „unglaubliche Dummheit“.

Trump macht kein Hehl daraus, selbst „langjähriger Fan“ des 1979 verstorbenen Western-Darstellers zu sein. Während des Präsidentschaftswahlkampfs 2016 besuchte Trump zusammen mit Waynes Tochter Aissa den Geburtsort des Hollywoodstars im Bundesstaat Iowa.

Die Demokraten im südkalifornischen Bezirk Orange verabschiedeten letzte Woche eine Resolution, in der sie die Umbenennung des örtlichen Flughafens verlangen. Dieser solle nicht länger nach Wayne benannt sein, da dieser „rassistische und fanatische“ Positionen vertreten habe. Zur Begründung wird dabei ein Interview des Schauspielers 1971 im „Playboy“ herangezogen, in dem Wayne erklärt, er glaube an die „weiße Überlegenheit“. Außerdem sagte er über Afroamerikaner: „Ich fühle mich nicht schuldig wegen der Tatsache, daß diese Leute vor fünf oder zehn Generationen Sklaven waren.“

Wayne trat mehr als sechzig Jahre lang in über 150 Filmen auf. Zur Legende wurde er als rauhbeiniger Westernheld.