Trotz permamenter US-Sabotage: Deutsch-russische Wasserstoff-Projekte geplant

Montag, 10 Mai, 2021 - 19:25

Trotz eines zunehmend frostiger werdenden Klimas zwischen Berlin und Moskau hält die Bundesregierung an wichtigen bilateralen Projekten fest. So sind die beiden Länder jetzt darin übereingekommen, gemeinsam Projekte in der Wasserstoffwirtschaft umzusetzen. Das teilte der russische Vizeregierungschef und Ex-Energieminister Alexander Nowak mit.

Zuvor hatte Nowak online im Rahmen der 13. Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier verhandelt. Zugeschaltet waren auch der russische Industrie- und Handelsminister Denis Manturow, der Rektor der St. Petersburger Bergbau-Universität, Wladimir Litwinenko, und der ehemalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer.

„Wir alle waren uns darin einig, daß gemeinsame Wasserstoffprojekte enorm wichtig wären. Vor kurzem hatte der sächsische Ministerpräsident Kretschmer Rußland besucht und gemeinsame Projekte in der Wasserstoffwirtschaft vorgeschlagen“, sagte Nowak laut einer Mitteilung auf der Homepage des Kabinetts.

Zum Auftakt der Konferenz, die eigentlich in Leipzig stattfinden sollte, aber Corona-bedingt ins Internet verlegt werden mußte, erinnerte Altmaier daran, daß Rußland seit Jahrzehnten nicht nur ein sehr zuverlässiger Lieferant von Erdgas sei, sondern auch enormes Potential an erneuerbarer Energie aus Wind und Sonne besitze. Man werde auch Erdgas noch einige Jahre benötigen. Der Bedarf werde kurz- und mittelfristig wegen des Ausstiegs Deutschlands aus der Atomenergie und der Kohleverstromung sogar steigen.