Trotz Medienhetze: Italiens Innenminister Salvini legt in Umfragen weiter zu

Freitag, 26 Juli, 2019 - 08:01

Die von Medien hochgespielte „Affäre“ um mögliche russische Wahlkampfgelder für Italiens Lega ist gar keine – jedenfalls nicht für die italienischen Wähler, die der Presse damit erfreulich kritisch begegnen. Die einschlägigen Medienberichte, das legen aktuelle Umfragen nahe, schaden der Lega jedenfalls in keiner Weise. Laut einer am Samstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts „Ipsos“ würde die Lega bei Neuwahlen auf 35,9 Prozent der Stimmen kommen, das sind noch 2,6 Prozent mehr als bei einer Erhebung am 26. Juni. Der anhaltenden Höhenflug, den sich die Lega durch die strikte Zuwanderungspolitik von Innenminister Salvini beim Wähler erarbeitet hat, geht damit ungebremst weiter.

Damit bestätigt sich die Lega bei weitem als stärkste Einzelkraft vor der oppositionellen Demokratischen Partei (PD – Partito Democratico), die sich laut der von der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ veröffentlichten Meinungsumfrage mit 21,6 Prozent begnügen muß. Die mit der Lega in Rom verbündete Fünf-Sterne-Bewegung schafft es laut Umfrage auf 17,4 Prozent, wie bei den EU-Parlamentswahlen am 26. Mai.

Auch die Popularität Salvinis hat unter der „Affäre“ nicht gelitten. Sie liegt laut der Umfrage bei 54 Prozent, das sind sogar stattliche fünf Prozent mehr als bei einer ähnlichen Ende Juni durchgeführten „Ipsos“-Umfrage.