Trotz Corona: 150 Lobby-Organisationen fordern Auflösung der Hotspots in der Ägäis

Mittwoch, 25 März, 2020 - 08:44

Unerachtet erster Corona-Ansteckungsfälle in deutschen Asylantenunterkünften fordern jetzt rund 150 sogenannte „zivilgesellschaftliche“ und kirchliche Organisationen aus ganz Europa die unverzügliche Evakuierung der griechischen „Flüchtlings“lager auf den Ägäisinseln. Wörtlich heißt es in dem gemeinsamen Schreiben der Organiationen an die Politik: „Wir fordern Sie unverzüglich zur Evakuierung der Flüchtlingslager und Hotspots auf den griechischen Inseln auf, um eine Katastrophe inmitten der Covid-19-Pandemie zu verhindern.“

EU-Kommission, Europäischer Rat und Parlament müßten die EU-Mitgliedstaaten dringend dazu auffordern, ihre Verantwortung wahrzunehmen und Schutzsuchende aus Griechenland aufzunehmen.

Die Bundesregierung hatte erst unlängst zugesagt, 1600 „Flüchtlinge“ aus griechischen Lagern, vor allem Kinder und ihre Familien, aufzunehmen. Mädchen unter 14 Jahren sollen noch zusätzlich besonders berücksichtigt werden.

Für Österreich lehnte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) eine Aufnahme demgegenüber ab.