Syrischer UN-Botschafter protestiert gegen Westmächte und Israel

Freitag, 5 Juni, 2020 - 11:50

Darüber ist in den westlichen Mainstream-Medien nichts zu lesen: in Syrien haben westliche und israelische Streitkräfte offenbar größere landwirtschaftliche Nutzflächen abgebrannt – die syrische Regierung hat dagegen jetzt formell bei den Vereinten Nationen protestiert. Es soll sich um Tausende Hektar an Ackerflächen in der Jazira-Region im Nordosten Syriens handeln; Damaskus macht das Militär der USA, Großbritanniens, Frankreichs, der Türkei und Israels für die Brandstiftungen verantwortlich.

Der syrische UNO-Botschafter Bashar al-Jaafari richtete diesbezüglich zwei getrennte Schreiben an den UN-Generalsekretär und den Vorsitzenden des UN-Sicherheitsrates, in denen er offiziell Klage gegen die Regierungen der genannten Länder erhob.

Er bezeichnete die Inbrandsetzung von landwirtschaftlichen Flächen als Verbrechen und Beispiel eines neuen „Wirtschaftsterrorismus“ gegen die syrischen Bürger. Außerdem heißt es in den Schreiben, Terroristengruppen und separatistische Milizen, die mit den auswärtigen Streitkräften verbündet sind, seien an diesem Vorgehen beteiligt.

Al-Jaafari verwies auch auf die neuen Sanktionen der USA und der EU gegen Syrien und sagte, daß die von Washington und Europa verhängten Sanktionen im Einklang mit der terroristischen und traditionellen Politik der USA stünden, Druck auf Länder auszuüben, die sich gegen ihre Politik stellten. Schließlich fordert der Botschafter die Vereinten Nationen auf, sich klar gegen die Interventionen der USA und des Westens in Syrien zu stellen. Tatsächlich befinden sich weite Landesteile Syriens östlich des Euphrat völkerrechtswidrig noch unter der Kontrolle ausländischer Streitkräfte.