Schwarzafrikanischer ICE-Mörder – „Ein Musterbeispiel für Integration“

Samstag, 3 August, 2019 - 11:54

Im Anschluß an die Schreckenstat am Frankfurter Hauptbahnhof, wo ein 40jähriger Eritreer am Montag eine Mutter und ihren achtjährigen Sohne vor einen einfahrenden ICE gestoßen hatte, dringen Details über den Täter an die Öffentlichkeit. Der Mann lebte eigentlich in der Schweiz – und galt dort als „gut integriert“, ja als „Musterbeispiel für Integration“.

Er lebte seit 13 Jahren in der Schweiz und arbeitete für die Zürcher Verkehrsbetriebe. Das Schweizerische Arbeiterhilfswerk porträtierte ihn vor zwei Jahren in einer Broschüre als Musterbeispiel. Er wird als fleißig, zurückhaltend und etwas schüchtern beschrieben.

Allerdings: wenige Tage vor der Tat bedrohte er seine Nachbarin mit einem Messer, würgte sie und sperrte sie ein – und dann sei er geflohen, berichten Schweizer Medien. Daraufhin sei er in der Schweiz zur Festnahme ausgeschrieben gewesen, gaben die deutschen Behörden bekannt. „Er war auch im Vorfeld mit entsprechenden Delikten bereits in der Schweiz auffällig“, sagte Bundespolizeipräsident Dieter Romann in Berlin bei einer Pressekonferenz mit Bundesinnenminister Horst Seehofer.

2006 sei der Mann unerlaubt in die Schweiz eingereist und habe dort Asyl beantragt, was ihm zwei Jahre später gewährt worden sei. „Er besitzt seitdem in der Schweiz die Niederlassungsbewilligung der Kategorie C, das heißt gut integriert“, sagte Romann. Was dann von den weniger gut integrierten Zuwanderern zu erwarten ist, möchte man lieber nicht wissen.