Rußland, Türkei und Iran: Amerikanische Ölausbeutung in Syrien ist illegal

Donnerstag, 16 Juli, 2020 - 09:16

Von der Weltöffentlichkeit wenig beachtet, haben die USA und ihre Verbündeten nach wie vor große Teile Syriens östlich des Euphrat besetzt – gegen jedes Völkerrecht. Sie beuten die dortigen Ölvorkommen aus und machen keinerlei Anstalten, die Gebiete mit ihren Ölreserven wieder zu räumen und an die syrische Regierung zurückzugeben.

Jetzt haben Rußland, Iran und die Türkei in einer gemeinsamen Erklärung mit Nachdruck darauf hingewiesen, daß diese Praxis inakzeptabel sei. Am Mittwoch fand ­– corona-bedingt nur im Video-Format – ein Gipfel der Präsidenten der drei Länder statt; er hätte eigentlich in Teheran stattfinden sollen, wurde aber wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. In einer gemeinsamen Erklärung, die auf der Webseite des Kreml veröffentlicht ist, betonen Kremlchef Putin, der türkische Präsident Erdogan und der iranische Präsident Rohani wörtlich:

„Wir haben die Situation im Nordosten Syriens besprochen und darauf verwiesen, daß das Erreichen von Stabilität und Sicherheit in diesem Gebiet nur auf der Basis der Achtung der Souveränität und territorialen Integrität des Landes möglich ist. Wir haben vereinbart, unsere Anstrengungen zu diesem Zweck zu koordinieren, und darauf verwiesen, daß die illegale Aneignung und Übergabe der Öleinnahmen, die der Arabischen Republik Syrien gehören müssen, unannehmbar sind.“

Der erste Gipfel der drei Präsidenten hatte im November 2017 stattgefunden. Weitere Verhandlungen zur Syrien-Regelung erfolgten in Ankara (April 2018), Teheran (September 2018), Sotschi (Februar 2019) und abermals Ankara (September 2019).