Russland sieht Kampf gegen Terrorgruppen in Syrien in Gefahr

Mittwoch, 5 Oktober, 2016 - 08:00

Das Scheitern des Dialogs mit den USA über eine Waffenruhe in Syrien schadet nach russischer Darstellung dem Kampf gegen Terrorgruppen in dem Bürgerkriegsland. «Die Entscheidung Washingtons zeigt, dass die Regierung von Barack Obama nicht in der Lage ist, die Schlüsselbedingungen für unsere Zusammenarbeit im Interesse einer Beendigung des Syrien-Konflikts zu erfüllen», teilte das Außenministerium in Moskau in der Nacht zum Dienstag mit. «Oder sie hatte nie die Absicht.»

Zugleich warf Russland den USA vor, absichtlich zu wenig im Kampf gegen Terroristen in Syrien zu tun. Die USA hätten niemals ernsthaften Druck auf die Fatah-al-Scham-Front (früher: Al-Nusra-Front) gemacht, hieß es. «Bei uns festigt sich der Eindruck, dass Washington in seinem Streben nach einem Machtwechsel in Syrien einen 'Pakt mit dem Teufel' eingeht.»

Bisherige Waffenruhen hätten die Terroristen zuletzt gestärkt. Sie hätten sich neu aufgestellt und Waffen erhalten, kritisierte das Ministerium. Russland ist einer der engsten Verbündeten des syrischen Machthabers Baschar al-Assad und unterstützt seine Armee seit einem Jahr mit Luftangriffen.

europeonline-magazine.eu (4.10.2016)

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