Römischer Kurienkardinal wegen Einwanderungskritik gefeuert

Donnerstag, 22 April, 2021 - 08:51

Auch der Vatikan unter Papst Franziskus hält kräftig Kurs auf die Neue Weltordnung. Im Februar mußte der schwarzafrikanische, aus Guinea stammende Kurienkardinal Robert Sarah seinen Hut als Präfekt der Gottesdienstkongregation nehmen, nachdem er sich wiederholt zuwanderungskritisch geäußert und zudem Zweifel an der offiziellen Corona-Politik bekundet hatte.

Im März 2019 hatte er in deutlichem Gegensatz zur einwanderungsfreundlichen Position von Papst Franziskus anläßlich der Veröffentlichung eines neuen Buches vor dem „Untergang Europas samt seiner Kultur und Werte [gewarnt], sollte die (islamische) Massenmigration weitergehen“.

Sarah hält aber weiterhin an seiner Position fest. In einem Interview mit dem französischen Journalisten Nicolas Diat – der auch Co-Autor aller drei Bücher des streitbaren Kirchenmannes ist – erklärte er nun: „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Westen vor den Gefahren zu warnen.“ Es sei eine „falsche Exegese [Auslegung der Schrift], das Wort Gottes zu benutzen, um Immigration zu fördern. Gott hat diese Gräben nie gewollt.“

Der Kardinal argumentierte, daß die Einwanderungskrise nicht nur Europa schade, sondern auch den Migranten selbst: „Alle Migranten, die in Europa ankommen, sind mittellos, arbeitslos, ohne Würde. (…) Die Kirche kann nicht mit dieser neuen Form der Sklaverei kooperieren, zu der die Masseneinwanderung geworden ist.“

Sarah vergleich den aktuellen Zustrom muslimischer Einwanderer darüber hinaus mit den Invasionen barbarischer Stämme, die schließlich das Römische Reich zu Fall brachten. Wenn sich die europäische Politik gegenüber muslimischen Migranten nicht ändere, warnt Sarah, werde Europa „von Ausländern überfallen, so wie Rom von Barbaren überfallen wurde. (…) Und wenn Europa verschwindet, und mit ihm die unschätzbaren Werte des alten Kontinents, wird der Islam in die Welt eindringen und die Kultur, die Anthropologie und die moralische Vision völlig verändern.“