Polen beharrt auf deutschen Reparationszahlungen

Sonntag, 1 September, 2019 - 19:04

Mit Blick auf den 80. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges hat der polnische Präsident Duda die Forderung nach deutschen Reparationen erneuert. Reparationen seien „eine Frage von Verantwortung und Moral. Der Krieg, über den wir heute sprechen, hat in Polen gewaltige Schäden verursacht“, sagte Duda der „Bild“-Zeitung. Polens Parlament werde dafür „eine Rechnung vorlegen“.

Aus der Linkspartei gibt es für die polnischen Forderungen jetzt demonstrative Unterstützung: damit solle Deutschland die Überlebenden des „Nazi-Kriegs in Polen“ und ihre Nachkommen entschädigen, sagte die „erinnerungspolitische Expertin“ (sic!) der Linksfraktion im Bundestag, Brigitte Freihold, der Nachrichtenagentur afp.

Gleichzeitig schlug sie einen Fonds für ehemalige Zwangsarbeiter und Häftlinge in Konzentrationslagern vor.

„Die Bundesrepublik muß von der Haltung abrücken, der polnischen Gesellschaft stünden keine Ansprüche auf Beseitigung der materiellen und moralischen Kriegsfolgen zu“, erklärte Freihold. Die Errichtung eines Fonds sei ein „wichtiger Schritt“ im Versöhnungsprozeß mit dem Nachbarland.

Die Bundesregierung betrachtet die deutsch-polnische Reparationsfrage als abgeschlossen.