PEGIDA feiert fünfjähriges Jubiläum

Mittwoch, 23 Oktober, 2019 - 06:17

Anhänger wie Gegner der islamkritischen Protestbewegung PEGIDA („Patrioten gegen die Islamisierung des Abendlandes“) haben am Sonntag mit Demonstrationen an die Gründung der Bewegung vor fünf Jahren erinnert.

PEGIDA hatte am 20. Oktober 2014 erstmals in Dresden demonstriert. Die Bewegung machte seither fast jeden Montag von sich reden, hat allerdings ihren Zenit längst überschritten. Nach einer stürmischen Aufbruchsphase 2014/2015, in der sich den wöchentlichen Umzügen in Dresden zeitweise bis zu 20.000 Menschen anschlossen, demonstriert auch in der sächsischen Landeshauptstadt inzwischen meist nur noch ein mehrere hundert Teilnehmer zählender Rest. In zahlreichen anderen deutschen Städten sind die örtlichen PEGIDA-Ableger infolge interner Streitigkeiten längst wieder eingeschlafen.

PEGIDA trat im Herbst 2014 zeitnah nach zwei Großdemonstrationen der „Hooligans gegen Salafisten“ (HOGESA) in Erscheinung, die die Behörden mit ihrem Auftreten überrumpelt hatten. Beobachter machen PEGIDA als rechtspopulistische Breitenbewegung für einen gesellschaftlichen Rechtsruck mitverantwortlich, der sich politisch unter anderem im Aufstieg der AfD manifestiert.

Zum fünfjährigen Jubiläum beteiligten sich an der PEGIDA-Kundgebung vor der Dresdner Frauenkirche rund 3000 Personen, an der Gegendemonstration rund 1000.