Österreichisches Sicherheitskonzept 2021: Autarke Kasernen für den Katastrophenfall

Dienstag, 6 April, 2021 - 07:12

Um besser für neuartige Gefahrensituationen gewappnet zu sein, will sich das österreichische Bundesheer ein neues Verteidigungskonzept für den Ernstfall verordnen. Dabei spielen völlig autarke Kasernen des Heeres eine zentrale Rolle. Das teilte die österreichische Verteidigungsministerin Tanner im Rahmen ihrer „sicherheitspolitischen Jahresvorschau“ mit.

„Die Pandemie, der islamistische Terroranschlag im Herzen Wiens, Cyber-Angriffe und das Vorbeischrammen an einem Blackout. Das waren und sind Ereignisse, die unglaublich viel vom Heer und der Gesellschaft abverlangt [sic] haben“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) über die Bedeutung der jährlichen Vorschau. Und Generalmajor Johann Frank sekundierte: „Unsere Welt steht vor einer sicherheitspolitischen Zäsur! Terroristen etwa benutzen Drohnen als Kalaschnikows der Lüfte.“

„Deshalb werden wir zwölf autarke Kasernen im ganzen Land installieren, um gegen derartige Bedrohungsszenarien gewappnet zu sein“, brachte General Robert Brieger das „Sicherheitskonzept 2021“ auf den Punkt. Kasernen, die sich ohne Anbindung an die Außenwelt 14 Tage lang gleichsam als Sicherheitsinseln selbst versorgen können und allen Blaulichtorganisationen Unterstützung bieten. Die Kasernen sind allerdings nicht zum Schutz der Bevölkerung vorgesehen, sondern nur auf das eigene Überleben im Ernstfall ausgelegt, unabhängig von externen Zulieferern und Versorgern.