Österreich und "Great Resent": FPÖ-Kickl warnt vor „Umbau der Gesellschaft“

Sonntag, 16 Mai, 2021 - 08:40

In Österreich hat sich die einzige Opposition gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung erneut zu Wort gemeldet: der FPÖ-Fraktionschef im Wiener Parlament, Herbert Kickl, hält die „sogenannten Öffnungsschritte“ der Regierung für eine Mogelpackung. Er sieht darin „in Wahrheit nichts anderes als einen weiteren Ausbau eines Labyrinths aus Auflagen, Einschränkungen, Kontrollen, Bürokratie und Widersprüchlichkeiten“. Im Endeffekt wolle die Regierung ein „Gesundheits-Apartheidsystem“ etablieren, das die Bevölkerung in Geimpfte, Genesene und Getestete sowie jene, die das nicht sind, teile, erklärte Kickl bei einer Pressekonferenz am Dienstag.

Über kurz oder lang würde es wahrscheinlich sogar in die Richtung gehen, daß nur Geimpfte am gesellschaftlichen Leben teilnehmen dürfen, warnt Kickl – und verwies dabei auf Länder wie Israel, das von Medien und Politikern als Vorbild in Sachen Impfung gepriesen wird. „Sie kennen ja die Taferln vor dem Supermarkt: Hunde müssen draußen bleiben. Künftig wird es heißen: Ungeimpfte müssen draußen bleiben“, sagte Kickl.

Aber auch jetzt gebe es schon zahlreiche Widersinnigkeiten: die angekündigte Registrierungspflicht und Abstandsregeln in der Gastronomie seien vom Verfassungsgerichtshof schon einmal aufgehoben worden, meinte Kickl. Dazu kämen Eintrittstests, Impfnachweise, Maskenpflicht: „Und das ergibt die bewährte österreichische Gastlichkeit. Es war früher einfacher, einen Übertritt über den Eisernen Vorhang in die Tschechoslowakei zu schaffen als jetzt einen Wirtshaustisch zu ergattern“.

Kickl bezog auch grundsätzlich gegen die Corona-Impfung Stellung und ortete in den nunmehrigen Corona-Regeln einen „Umbau der Gesellschaft“ in Richtung Zwang und Kontrolle. „Wir werden beim chinesischen Modell landen.“