Noch mehr Corona-Restriktionen zum Jahresende

Mittwoch, 2 Dezember, 2020 - 18:31

Mit dem Beginn des letzten Monats des Corona-Jahres 2020 treten neue Beschränkungen in Kraft – und das reicht Corona-Regierenden wie dem bayerischen CSU-Ministerpräsidenten Söder noch immer nicht. Dieser liebäugelt jetzt mit der Vorstellung, das Skifahren grundsätzlich zu verbieten.

Sowohl das Kanzleramt in Berlin als auch die bayerische Söder-Staatsregierung betreiben derzeit eine massive Kampagne für eine Schließung aller Skigebiete in Europa und nehmen dabei keinerlei Rücksicht auf die Souveränität anderer europäischer Staaten. In Österreich und der Schweiz herrscht darüber bereits erhebliche Verstimmung.

Sollte Berlin über die EU tatsächlich ein Verbot des Skiurlaubs durchdrücken, dann würde Österreich in diesem Fall finanzielle Ausgleichszahlungen durch die EU verlangen, wie der Wiener Finanzminister Blümel bereits ankündigte. Die Schweiz hingegen hat gut lachen. Sie braucht sich als Nicht-EU-Mitglied nichts von Brüssel vorschreiben zu lassen und hat die Skigebiete auch derzeit als einziges europäisches Land geöffnet.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier (CDU) zerstreut unterdessen die Hoffnungen auf ein absehbares Ende des „Lockdowns“ – er stellte jetzt auch Beschränkungen „in den ersten Monaten 2021“ in Aussicht. Wörtlich: „Wir haben drei bis vier lange Wintermonate vor uns. Deshalb kann man leider keine Entwarnung geben: Es kann sein, daß die Beschränkungen auch in den ersten Monaten 2021 bestehen bleiben.“

Und in Sachsen gibt es zum Monatsbeginn Ausgangssperren. Das sächsische Kabinett beschloß regionale Ausgangsbeschränkungen ab einer Phantasie-Inzidenz von mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner – ein Grenzwert, der in der überwiegenden Mehrzahl der sächsischen Landkreise und Kreisfreien Städte mittlerweile überschritten ist. Die eigene Wohnung darf dann nur noch aus triftigen Gründen verlassen werden – dazu zählen Arbeit, Schule oder Einkauf im eigenen Landkreis. Man darf gespannt sein, wie lange sich die Sachsen das gefallen lassen.