Mehr Türkisch- und Arabischunterricht in Schleswig-Holstein

Montag, 9 September, 2019 - 08:55

So stellt man sich eine konservative Volkspartei immer vor: die CDU-Bildungsministerin von Schleswig-Holstein, Karin Prien, forderte jetzt mehr Türkisch- und Arabisch-Unterricht an den Schulen des Landes. In Kiel und Lübeck soll deshalb spätestens nach den Herbstferien Unterricht auf Türkisch an zwei Schulen in einem Pilotprojekt angeboten werden. „Auf dieser Grundlage werden wir das Angebot an herkunftssprachlichem Unterricht sukzessive ausbauen“, sagte Prien.

Ergänzend soll – für die Gewinnung weiterer Lehrkräfte – ein Studiengang „Türkisch als Ergänzungsfach“ an der Uni Kiel angeboten werden, der auch Landeskunde, Literatur, Kultur und Geschichte umfassen wird.

Die derzeit rot-grün regierte Hansestadt Hamburg ist da schon einen guten Schritt weiter: hier wurden seit dem Schuljahr 2018/2019 bereits unter anderem 46 zusätzliche Türkisch-Kurse an 17 Schulen sowie zwölf Arabisch-Kurse an fünf Schulen neu eingerichtet. Ziel sei es laut Angaben des Senats, den „herkunftssprachlichen Unterricht“ zu verbessern. Neben Türkisch wird auch verstärkt Farsi/Dari (persisch) gesprochen und angeboten.

In Hamburg spricht infolge der ungebremsten Zuwanderung inzwischen jeder zweite Schüler zu Hause neben Deutsch mindestens eine weitere Sprache.