Linke Migrantenlobby mobilisieren gegen Wagenknecht

Donnerstag, 25 Februar, 2021 - 05:55

Für Sahra Wagenknecht wird es in ihrer Partei zunehmend ungemütlicher. Bei der Linkspartei in Sachsen-Anhalt hagelt es herbe Kritik, weil die eigene Parteispitze sie zum diesjährigen Neujahrsempfang eingeladen hat. Bei dieser Gelegenheit soll Wagenknecht unter anderem mit der Linken-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl, Eva von Angern, zum Thema „Solidarisch aus der Krise“ sprechen. An diesen Planungen gibt es parteiintern offenbar massive Kritik, weil Wagenknecht mit ihren oft undeologischen Aussagen – etwa zur Zuwanderung – tiefrote Betonköpfe immer wieder vor den Kopf stößt.

So ließ LV-Vorstandsmitglied Rebekka Grotjohann durchblicken: „Ich hätte es besser gefunden, wenn man sie nicht eingeladen hätte. Sie polarisiert und bringt immer wieder Streit in die Partei.“ Und: „Mit ihren flüchtlingsfeindlichen Aussagen und ihrem Blinken nach rechts hat sich Wagenknecht bei vielen von uns und auch bei mir sehr unbeliebt gemacht“, so Grotjohann.

Es hätte viele andere gegeben, die man hätte einladen können, etwa die scheidende Parteivorsitzende Katja Kipping oder die designierten Vorsitzenden Susanne Hennig-Wellsow und Janine Wissler. „Warum muß es ausgerechnet Sahra Wagenknecht sein?“ Das sei „kein gutes Zeichen“, auch innerhalb der Partei, wird hinter vorgehaltener Hand gemault.