Irak: Mindestens 70 Tote bei Anschlag auf Pilger

Freitag, 25 November, 2016 - 08:00

Der Irak ist erneut von einem Anschlag erschüttert worden. Südlich von Bagdad explodierte ein Lkw an einer Tankstelle, an der Busse mit schiitischen Pilgern parkten. Mindestens 70 Menschen wurden getötet, die meisten kamen offenbar aus dem Iran.

Bei einem Anschlag auf Busse mit schiitischen Pilgern sind nach Angaben der irakischen Polizei mindestens 70 Menschen getötet worden. Demnach explodierte im Dorf Schomali 120 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Bagdad ein Lastwagen an einer Tankstelle, an der zahlreiche Busse mit den Pilgern parkten.

Die meisten der Opfer kamen offenbar aus dem Iran. Sie hatten in der den Schiiten heiligen Stadt Kerbela einen Feiertag begangen und sich auf dem Heimweg befanden.

Die sunnitische Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannte sich zu dem Attentat. Das IS-Sprachrohr Amaq erklärte im Internet, mehr als 200 Menschen seien getötet oder verletzt worden.

Der IS verübt im Irak immer wieder Anschläge, die sich vor allem gegen die Mehrheit der Schiiten richten. Seit Mitte Oktober läuft eine Großoffensive irakischer Sicherheitskräfte auf die IS-Hochburg Mossul.

Bayrischer Rundfunk (24.11.2016)

http://www.br.de/nachrichten/tagesschau/irak-anschlag-pilger-100.html