Fünf Jahre nach der Grenzöffnung: „Ich würde wieder so entscheiden“

Samstag, 5 September, 2020 - 21:37

Fünf Jahre nach ihrer verhängnisvollen Grenzöffnung bleibt Bundeskanzlerin Angela Merkel unbelehrbar: sie würde im Fall einer neuen „Flüchtlings“krise auch heute wieder die Grenzen öffnen. Mindestens eine Million Migranten strömten daraufhin in den Jahren 2015 und 2016 nach Deutschland – die Folgen sind noch immer zu spüren. Das beirrt die Kanzlerin aber nicht. Auf einer Pressekonferenz sagte sie dieser Tage freiheraus: „Ich würde die wesentlichen Entscheidungen wieder so fällen.“ Und: „Wenn Menschen vor der deutsch-österreichischen Grenze stehen, dann muß man sie als Menschen behandeln“.

Über den zeitweisen Kontrollverlust, der mit ihrer Grenzöffnung im September 2015 einherging, verlor die Kanzlerin den Medienvertretern gegenüber kein Wort. Dabei räumte sie später selbst ein, daß die Behörden überfordert waren, und versprach: es sei klar, daß sich „das Jahr 2015 nicht wiederholen soll und auch nicht wiederholen wird“.

Insgesamt zieht die Kanzlerin eine positive Bilanz ihrer „Flüchtlings“politik: „Aber egal, wir haben seitdem sehr viel zustande gebracht. Und wenn ich ‚wir‘ sage, dann sind das viele, viele Menschen, die geholfen haben.“