Französischer Versicherer rechnet mit Rezession in 68 Ländern

Mittwoch, 8 April, 2020 - 08:01

Es gibt neue Zahlen zu den ökonomischen Folgen der bevorstehenden Corona-Krise, soweit sie sich jetzt schon prognostizieren lassen. Der französische Kreditversicherer Coface sagt wegen der  Epidemie eine weltweite Pleitewelle voraus. Besonders stark betroffen seien die USA mit einem prognostizierten Anstieg um 39 Prozent, heißt es in einem am Montag in Paris veröffentlichten Barometer. In Deutschland könnte es vergleichsweise bescheidene elf Prozent mehr Insolvenzen geben.

In den USA gebe es im Dienstleistungssektor viele „kleine schwache Strukturen“, die wenig profitabel seien, erklärte die Compagnie Française d‘Assurance pour le Commerce Exterieur (Coface) zur Begründung. In Großbritannien rechnet der Kreditversicherer mit einem Drittel mehr Pleiten. Im weltweiten Schnitt könnten es 25 Prozent mehr sein.

In Spanien rechnet Coface mit 22 Prozent mehr Insolvenzen, in Italien mit einem Anstieg um 18 Prozent und in Frankreich mit 15 Prozent. Diese drei Länder sind von der Coronavirus-Krise besonders stark betroffen. Noch stärker könnte der Schock in den Schwellenländern ausfallen. In mindestens 68 Ländern rechnet das Unternehmen mit einer Rezession.