Euro-Zone hat sich mit 9,8 Billionen Euro verschuldet

Mittwoch, 16 Dezember, 2020 - 23:34

Geld spielt in Corona-Zeiten keine Rolle mehr – und die Rücksicht auf die vielbeschworenen Euro-Stabilitätskriterien ebenfalls nicht. Die Folge ist, daß allenthalben die Staatsschulden explodieren – doch es scheint niemanden zu interessieren. Auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion teilte die Bundesregierung jetzt mit, daß die Verschuldung der zur Europäischen Währungsunion gehörenden Länder derzeit bei rund 9,8 Billionen Euro liegt.

Frankreich führt die Liste der am höchsten verschuldeten Staaten in der Währungsunion demnach mit einer Staatsverschuldung von rund 2,4 Billionen Euro an, gefolgt von Deutschland mit rund 2,3 Billionen Euro. Damit hat Deutschland inzwischen Italien glatt hinter sich gelassen – Italien hat sich mit rund 2,1 Billionen Euro verschuldet, Spanien mit rund 1,2 Billionen Euro.

Von den zur Finanzierung ihrer Ausgaben von den Ländern herausgegebenen Staatsanleihen wurden von der Europäischen Zentralbank (EZB) im Rahmen ihrer verschiedenen Anleihekaufprogramme inzwischen Staatsanleihen mit einem Buchwert von rund 2,7 Billionen Euro gekauft. Die meisten Anleihen erwarb die EZB aus Deutschland mit einem Wert von 687 Milliarden Euro.