Deutlicher Anstieg: In Deutschland wächst die Angst vor Anschlägen

Samstag, 23 Juli, 2016 - 12:00

Nach dem Attentat in einer Bahn nahe Würzburg haben die Deutschen mehr Angst vor Anschlägen denn je. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor.

Allerdings gehen weiterhin die meisten Befragten (59 Prozent) davon aus, dass in der Bundesrepublik genug zum Schutz vor Anschlägen getan wird. Während diese Einschätzung von den Anhängern aller im Bundestag vertretenen Parteien getragen wird, erklärten 58 Prozent der AfD-Anhänger in der Umfrage, dass in Deutschland nicht genug zum Schutz getan wird.

Die nun gestiegene Angst dürfte vorrangig auf das Attentat von Würzburg zurückzuführen sein. Ein junger Afghane mit vermeintlich islamistischem Hintergrund hatte in einer Bahn wahllos Menschen mit einer Axt attackiert. Die Polizei erschoss den Täter.

Große Mehrheit gegen EU-Beitritt der Türkei

Angesichts der innenpolitischen Spannungen in der Türkei wird zudem ein EU-Beitritt überwiegend abgelehnt. 87 Prozent der Befragten sprachen sich gegen eine EU-Mitgliedschaft des Landes aus. Das ist die höchste jemals im Politbarometer gemessene Ablehnung einer EU-Mitgliedschaft der Türkei. Neun Prozent sprachen sich dafür aus.

Für das ZDF-Politbarometer befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vom 19. bis 21. Juli 1.271 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte.

t-online.de (22.7.2016)