Dämonisierung Russlands heute größer als im Kalten Krieg

Dienstag, 30 August, 2016 - 12:00
Das meint Alexej Puschkow, der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses der Duma.

In der russischen Duma macht sich angesichts der anhaltenden westlichen Boykott- und Einschüchterngspolitik der Eindruck breit, die Dämonisierung Rußlands sei heute größer als während des Kalten Krieges. Der Vorsitzende des gewichtigen Auswärtigen Ausschusses der Duma, Alexej Puschkow [Bild], hat dieser Einschätzung jetzt bei einem Forum in Moskau Ausdruck verliehen.

Wörtlich sagte Puschkow: „Es handelt sich selbstverständlich nicht um einen Kalten Krieg schlechthin, obwohl manche Formen der Außenpolitik der westlichen Staaten tatsächlich dem Kalten Krieg ähnlich sind. Dieser Prozeß hat einen anderen Charakter — allein schon deshalb, weil der Kalte Krieg eine Kollision zwischen zwei ideologisch-politischen und wirtschaftlichen Systemen darstellte, was wir heute nicht mehr beobachten. Doch das Maß von Erbitterung bei dieser Kollision – besonders von Seiten unserer westlichen Kontrahenten – ist wohl sogar höher als während des Kalten Krieges.“

Niemals zuvor, so der Politiker, habe es eine „so umfassende Kampagne der Dämonisierung Rußlands gegeben. Noch niemals wurden so intensive Anstrengungen zur Dämonisierung der russischen Führung unternommen. Noch nie ist es zu persönlichen Sanktionen“ gekommen. Die Verantwortung dafür gab Puschkow „extrem rußlandfeindlichen Kreisen“, die derzeit im Westen tonangebend seien.

zuerst.de (29.8.2016)

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