Beschaffungsdesaster bei der Bundeswehr

Sonntag, 22 März, 2020 - 19:52

Es ist zunächst nicht mehr als eine Ankündigung: mit einem Sofortprogramm für die vereinfachte Beschaffung von Material und Ausrüstung will Bundesverteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer Dauerprobleme der Bundeswehr angehen. Die Einsatzbereitschaft müsse besser werden, sagte sie zum Auftakt einer Konferenz der militärischen Führung in Berlin.

Hintergrund ist die Tatsache, daß zuletzt erst wieder der Bericht des Wehrbeauftragten des Bundestages katastrophale Defizite bei der Bundeswehr aufgeführt hatte, nicht zuletzt bei der Beschaffung. Ausstattung für die Soldaten komme oft zu spät oder gar nicht, bis zur Einführung bei der Truppe vergehe viel zu viel Zeit – anders als etwa in Zeiten des Kalten Krieges.

Bei der Tagung stimmte die Ministerin die Teilnehmer allerdings auch auf neue Aufgaben ein und nannte insbesondere die Krise in der Sahelregion. Dort haben islamistische Terroristen zuletzt Anschläge in Serie verübt. Kramp-Karrenbauer ist für ein Engagement der Bundeswehr in der Region. Das geht natürlich nur, wenn die Soldaten über die adäquate Ausrüstung verfügen.