Weißrussland: Sogenannte "Opposition" räumt Niederlage ein - hat Lukaschenko gewonnen?

28.02.2021

Eine überraschende Wendung, über die die „Qualitätsmedien“ nur verschämt berichten: nachdem eben noch Bundesaußenminister Maas der weißrussischen Opposition Unterstützung in Millionenhöhe in Aussicht gestellt hatte, hat diese den Kampf gegen die Regierung von Präsident Lukaschenko jetzt offenbar sang- und klanglos eingestellt. Die in die EU geflüchtete Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja räumte in einem Interview für die Schweizer Zeitung „Le Temps“ ein, daß sie zumindest vorerst gescheitert sei: „Ja, es sieht im Moment so aus, als hätten wir den Kampf um die Straße verloren“, erklärte sie.

Unterdessen bekräftigte der russische Präsident Putin erneut seine Unterstützung für seinen weißrussischen Amtskollegen. Bei einem Empfang in Sotschi bekräftigten beide Staatschefs neuerlich ihre Kooperation – zweifellos einer der Erfolgsfaktoren, der vorerst eine „Maidan“-Neuauflage in Minsk verhindert hat.

Auch Lukaschenko stellte in den letzten Tagen erneut unmißverständlich klar, daß er nicht daran denke, die Macht abzugeben.