Wegen Anschlägen auf ICE-Strecke: Lebenslang für IS-Terroristen

06.12.2020

Nicht der Islam, wohl aber der islamistische Terror ist inzwischen fester Bestandteil Europas. Dies rief jetzt ein Prozeß in Wien in Erinnerung, bei dem es um besonders dreiste und gefährliche Terror-Versuche in Deutschland ging.

Nicht weniger als viermal soll ein 44jähriger Iraker versucht haben, ICE-Züge auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen München und Nürnberg entgleisen zu lassen. Ein Gericht in Wien hat den Mann dafür nun zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Geschworenen zeigten sich davon überzeugt, daß der Mann im Namen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) handelte. Die Frau des Täters wurde freigesprochen. Sie bestritt jedes Mitwissen.

Der Mann wurde wegen mehrfachen versuchten Mordes als terroristische Straftat, schwerer Sachbeschädigung als terroristische Straftat sowie Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung schuldig gesprochen. Die Entscheidungen sind noch nicht rechtskräftig.

Der Iraker wollte 2018 mit Keilen und einem Stahlseil mehrere Anschläge auf Züge auf der ICE-Strecke zwischen München und Nürnberg verüben. Auch in Berlin versuchte er, einen Zug entgleisen zu lassen.  Er scheiterte allerdings mit seinem Vorhaben, es kam nur zu Sachschäden an den Triebfahrzeugen. Verletzt wurde niemand.

Der 44jährige lebt in Wien als anerkannter „Flüchtling“. Er gestand seine Taten, bestritt aber die Tötungsabsicht und den terroristischen Hintergrund.