Verrückt: Migranten sollen Busfahrer werden

25.02.2019

Die Anstellung von Asylbewerbern als Busfahrer als Maßnahme ur Nachwuchsgewinnung wird aktuell von der Deutschen Bahn (DB) verteidigt. Diese gehe „neue Wege und bildet mit Unterstützung der Arbeitsagentur und Projektpartnern geeignete Geflüchtete“ aus. Wie das Staatsunternehmen mitteilte, hätten mit Beginn diesen Monats die ersten zehn Busfahrer ihre Festanstellung in Frankfurt erhalten. „Ich freue mich, die neuen Kollegen in der ‘Bahnerfamilie’ begrüßen zu können“, erklärte der Vorstandsvorsitzende von DB Regio, Jörg Sandvoß.

Schließlich sei die Bahn einer der größten Arbeitgeber in Deutschland. „Dabei hat auch das Engagement für Menschen, die Unterstützung bei der Integration in den Arbeitsmarkt brauchen, eine lange Tradition. Deshalb wollen wir Geflüchtete nachhaltig qualifizieren und für den Beruf des Busfahrers und die DB begeistern.“

Neben Sprachkursen würde das Unternehmen auch „außergewöhnliche Angebote“ anbieten, hieß es in der Mitteilung. „Mit Kommunikationstraining, Einführung in das deutsche Gesundheitssystem sowie Bewegungs- und Ernährungsworkshops wird die Teamzugehörigkeit genauso gefördert wie mit gemeinsamen Kochaktionen.“

Für Aufregung hat das Programm vor allem durch eine Nachricht auf dem Kurznachrichtendienst gesorgt, in dem die Bahn erklärte:  „Liebe Wutbürger, Ihr könnt nach Hause fahren! Jetzt auch mit Geflüchteten – als Busfahrer bei der Deutschen Bahn.“ Zahlreiche Nutzer beschwerten sich nicht nur über die Wortwahl, sondern auch über die Unpünktlichkeit der Bahn sowie Zugausfälle.