Russischer Außenminister Dergej Lawrow wirft US-Regierung Allianz mit Islam-Terroristen vor

04.04.2021

Der russische Außenminister Lawrow hat jetzt einen alten, aber unverändert aktuellen Vorwurf an die Adresse der USA gerichtet. In einer Sitzung der Nahost-Konferenz „Nahost auf der Suche nach der verlorenen Wiedergeburt“ des Diskussionsklubs Valdai kritisierte Lawrow erneut, die USA nutzten die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) als Instrument, das einer friedlichen Beilegung der Syrien-Krise im Wege steht.

„Zudem bringen die USA Syrien um dessen Erdöl und andere Ressourcen, Washington konzentriert sich auf die Destabilisierung dieses arabischen Staates“, sagte Lawrow.

Tatsächlich errichteten die USA noch im Februar 2020 zwei weitere große Militärstützpunkte in dem von ihren Verbündeten gehaltenen Teil Syriens, um die eigene Präsenz im syrischen Erdölrevier zu verstärken. Diese Aktivitäten liefen auch Erklärungen des früheren US-Präsidenten Donald Trump über den Abzug der US-Truppen aus Syrien zuwider.

Vor Beginn des bewaffneten Konflikts 2011 hatte Syrien täglich bis zu 380.000 Barrel Rohöl gewonnen. Während des Krieges verlor Damaskus die Kontrolle über die meisten Fördergebiete, die hauptsächlich am östlichen Euphrat-Ufer in der Provinz Deir ez-Zor liegen und bislang von Terroristen bzw. US-Verbündeten kontrolliert werden.