„RAND corporation“ kündigt an, sich in innere europäische und russische Angelegenheiten einzumischen

27.10.2019

Die eng mit der US-amerikanischen Regierung verbundene und massiv von US-Steuergeldern geförderte „RAND corporation“ kündigt offiziell an, sich in innere europäische und russische Angelegenheiten einzumischen. Der energiepolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Steffen Kotré, ist alarmiert.

Die US-amerikanische RAND corporation, eine Denkfabrik, die seit 1948 existiert und großzügig von der US-Regierung unterstützt wird, hat eine umfangreiche Studie vorgelegt, wie künftig der „russische Einfluß“ in Europa bekämpft werden soll. In diesem Zusammenhang äußert sich die RAND corporation ungewöhnlich deutlich. Rußland, aber auch die Bundesrepublik Deutschland sind im Visier des US-Thinktanks. Während in Rußland, aber auch in Weißrußland „regime change“-Aktivitäten aktiv unterstützt werden sollen, will die Denkfabrik die „Nord Stream 2“-Pipeline sabotieren, mit der Gas aus der Russischen Föderation nach Europa geleitet werden soll. Die RAND corporation wird jährlich mit etwa 245 Millionen US-Dollar von der US-Regierung gesponsert.

Für den energiepolitischen Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Steffen Kotré ist das ein „Alarmsignal“. Kotré gegenüber ZUERST!: „Die RAND corporation will darauf hinwirken, daß wir unsere Erdgasimporte aus der Russischen Föderation verringern, um so der russischen Wirtschaft zu schaden. Sie mißbrauchen zudem die polnische Regierung, Dänemark, Frankreich und die baltischen Staaten, um eine deutsch-russische Energie-Kooperation zu verhindern. Das würde aber auch und vor allem unserer deutschen Wirtschaft schaden. Das käme einem Wirtschaftskrieg der USA gegen Deutschland gleich. Washington will sein überteuertes und schmutziges Fracking-Gas verkaufen – das entspricht nicht unseren deutschen Wirtschaftsinteressen.“

In der Tat scheinen die Aktivitäten der RAND corporation vor allem wegen ihrer massiven Finanzierung durch US-Steuergelder eine Gefahr für Europa darzustellen. Kotré ist sich sicher: „RAND scheint nicht nur eine , normale NGO´ zu sein. Mir ist keine europäische NGO bekannt, die seitens einer Regierung mit 245 Millionen US-Dollar im Jahr gefördert wird.“

In der Tat sind die Ziele der RAND corporation sehr ambitioniert. Die vom US-Staatsbudget unterstützte Denkfabrik macht keinen Hehl daraus, daß sie sich direkt in europäische und russische Angelegenheiten einmischen will. Auch Kotré bereitet das Sorgen: „Eine solches koloniales Gebaren ist auch für Deutschland und Europa insgesamt gefährlich und inakzeptabel. Denn derzeit verfügen wir nicht über ausreichende Abwehrmechanismen, um unsere Souveränität – vor allem unsere Energieunabhängigkeit – vor solchen nichtstaatlichen Akteuren zu sichern.“

Zudem – so merkt Kotré an – werfe dies auch ein anderes Licht auf die liberalen anti-Kreml-Proteste in Moskau im Sommer dieses Jahres: „Im Kontext der RAND-Strategie ist es in der Tat nicht unwahrscheinlich, daß auch die Proteste in Moskau im Sommer von ausländischen Akteuren wie bspw. RAND mit befeuert wurden.“