Princeton-Universeht dreht durch: Abendländische Klassik begünstigt Minderheiten-Diskriminierung

20.02.2021

Eine Zeitlang war es um die sogenannten „Black Lives Matter“-Umtriebe ruhig, denen dies- wie jenseits des Atlantiks zahlreiche Denkmäler und Erinnerungen an die Kolonialzeit zum Opfer fielen. Doch jetzt geht es in die nächste Runde. Der (farbige) Princeton-Professor Dan-el Peralte hat die europäische Klassik als angeblich „rassistisches“ Haßobjekt entdeckt. Seine These: die großen Philosophen wie Platon und Aristoteles seien untrennbar „mit der weißen Vorherrschaft verstrickt“.

Peralta diagnostiziert – zurecht –, daß das Konzept der westlichen Zivilisation auf der „Weisheit“ basiere. Doch die Rezeption dieses Konzepts durch die Klassik-Fakultäten an den Hochschulen führe dazu, daß diese Fakultäten grundsätzlich Minderheiten gegenüber ablehnend eingestellt seien.

„Wenn man absichtlich ein Lehrfach entwerfen würde, dessen institutionelle Organe und Vorgaben zur Selbstzensur explizit darauf abzielen, den legitimen Status von nicht-weißen Gelehrten zu delegitimieren, könnte man es nicht besser machen, als es die der ‚Klassik’ machen‘, dozierte Peralta gegenüber der „New York Times“.

Außerdem sei die Klassik untrennbar mit der „weißen Vorherrschaft“ verbunden. Manifestationen von „Weiß-sein“ seien bei näherer Betrachtung zutiefst in den Grundfesten der europäischen Klassik verankert. Was vielleicht auch daran liegt, daß außereuropäische Denker bis vor wenigen Generationen in Europa relativ selten begegneten.