Österreich: Museum zeigt Kinder „als erotisches Spielzeug“

06.06.2021

Das ist grenzwertig: eine Ausstellung im Linzer Museum Lentos widmet sich unter dem Titel „Wilde Kindheit“ dem Thema „Kindheit“ vorgeblich in allen seinen Facetten. „170 KünstlerInnen illustrieren, wie übermütig, neugierig, verträumt oder rebellisch Kinder sind, und zeigen, daß sie Freiraum benötigen fürs Träumen und Langeweile, die Grundvoraussetzungen für Kreativität”, heißt es in der Beschreibung der Schau, die noch bis bis zum 5. September zu sehen ist.

Fragwürdig an der Linzer Bilderschau ist, daß sie Minderjährige auch unter dem Aspekt „Das Kind ein erotisches Spielzeug“ präsentiert – so lautet der Titel eines Vortrags mit Führung, bei der auch Nacktdarstellungen von Kindern gezeigt werden. Auf einigen der gezeigten Kunstwerke sind entkleidete oder komplett nackte Kinder zu sehen.

Daß die Ausstellung so auch Pädophile anziehen könnte und nackte Kinder auch sonst nicht unbedingt ein Thema für eine Vernissage sind, ist für die Museumsleitung offenbar nicht nachvollziehbar, umso mehr hingegen für die Linzer FPÖ. Sie hat sich als einzige politische Partei scharf gegen die Ausstellung positioniert. In einer Presseerklärung monieren die Linzer Freiheitlichen: „Ekelerregende Perversionen, die mit mutmaßlicher Kinderpornografie spielen“, paßten nicht zu einem städtischen Museum, auch nicht „unter dem Deckmantel der Kunst“. Die Schau und der dazugehörige Vortrag („Das Kind ein erotisches Spielzeug“) wirke „auf viele Eltern verstörend und ekelerregend“.

Für den Linzer FPÖ-Vizebürgermeister Markus Hein, selbst zweifacher Familienvater, ist klar: „Eine Ausstellung, die entkleidete Kinder als ‚erotisches Spielzeug‘ zeigt, hat in einem städtischen Museum nichts zu suchen!“

Als besonders skandalös wird bei der Linzer FPÖ empfunden, daß die Schau im Lento mit Steuergeldern finanziert wurde. Vizebürgermeister Hein kündigte Konsequenzen an: „Solange nur Randgruppen bedient werden, wird die FPÖ keiner Subvention für die Museen Linz zustimmen.“