Mexiko will Entschuldigung für spanische Eroberung

29.03.2019

Der mexikanische Präsident Obrador hat sich in einem Brief an den spanischen König und den Papst gewandt und diese aufgefordert, sich für die Eroberung seines Landes durch die Spanier vor 500 Jahren zu entschuldigen. Spanien will von einer Entschuldigung nichts wissen.

In einer ergänzenden Videobotschaft, die in den sozialen Netzwerken veröffentlicht wurde, argumentiert der mexikanische Präsident, es habe sich um eine Invasion gehandelt, während derer willkürlich die Völker unterworfen worden seien, sagte er

Er habe sich an Papst Franziskus und König Felipe VI. gewandt, damit die Mißstände beachtet würden und die betroffenen Völker eine Entschuldigung für die Verletzung der Menschenrechte erhielten. Mit der Eroberung sei den indigenen Völkern eine fremde Kultur oktroyiert worden. Es gelte, sich zu entschuldigen und die Versöhnung zu suchen. Die spanische Eroberung sei mit Schwert und Kreuz erfolgt, sagte der Linkspolitiker. Er hoffe, daß das Jahr 2021 ein Jahr der „historischen Aussöhnung“ werde.

Die spanische Regierung lehnt eine Entschuldigung ab. Der Inhalt des Briefs aus Mexiko werde „völlig“ zurückgewiesen, hieß es in einer Mitteilung. Die Regierung bedauere, daß der Inhalt des Briefs von Obrador selbst öffentlich gemacht worden sei. Die Ankunft der Spanier vor 500 Jahren könne aus zeitgenössischer Sicht nicht beurteilt werden, heißt es in der Erklärung, und: „Unsere Brudervölker haben es immer verstanden, unsere gemeinsame Vergangenheit gemeinsam zu lesen, ohne Zorn und mit einer konstruktiven Perspektive.“