Kasachstan: Hartes Vorgehen gegen pädophile Straftäter

11.04.2021

In Kasachstan werden Pädophile auf chemische Weise kastriert. Im noch jungen Jahr 2021 wurde diese Strafe bereits 21mal vollzogen.

Der stellvertretende Vorsitzende des Polizeikomitees für Ordnungswidrigkeiten im kasachischen Innenministerium, Alexei Miljuk, wurde dazu in Medien mit den Worten zitiert: „Bis heute gibt es 25 Verurteilte, die ihre Strafe im Strafvollzug verbüßen und gerichtlich zur medizinischen Vollzugsmaßnahme in Form der chemischen Kastration verurteilt wurden.“

Nach einem kasachischen Gesetz, das im Jahr 2018 in Kraft trat, können Personen, die der Vergewaltigung eines Minderjährigen für schuldig befunden wurden, gerichtlich auch zur chemischen Kastration als Strafe verurteilt werden. Die chemische Kastration funktioniert durch das Einführen anaphrodisierender Medikamente: diese reduzieren die Libido, indem sie das Testosteron blockieren. In Kasachstan wird Cyproteronacetat benutzt, ein steroidales Antiandrogen, das zur Krebsbekämpfung entwickelt wurde und auch in einigen europäischen Ländern üblicherweise für diese Behandlung verwendet wird.

Die chemische Kastration wird außer in Kasachstan unter anderem auch in Polen und Südkorea sowie in einer Reihe von US-Bundesstaaten angewandt. Einige Länder bieten verurteilten Triebtätern in bestimmten Fällen sogar reduzierte Haftstrafen an, wenn sie dafür einer Injektion zustimmen.