Italienische Regierung fürchtet soziale Revolten

27.05.2020

In Italien, das von der Corona-Epidemie in den letzten Monaten besonders betroffen war, entfalten die Nachwehen jetzt politische Dynamik. Die linke Regierung in Rom befürchtet nun soziale Revolten als Folge der Epidemie und der daraus resultierenden Krise. „Wir müssen dafür sorgen, daß die Stützungsmaßnahmen rasch gezahlt werden. Die Gefahr ist ansonsten, daß die Wut der Bürger ausbricht, und das müssen wir verhindern“, sagte Innenminister Luciana Lamorgese.

Besonders unter Druck geraten sind Restaurants, Pizzerien und Gasthäuser. 92 Prozent waren mit ihren Einnahmen in der ersten Woche nach Aufhebung des „shutdown“ unzufrieden. Auch Friseure und Kosmetiksalons stöhnen wegen der negativen Auswirkungen der Corona-Sicherheitsvorkehrungen, geht aus Angaben des Handelsverbands Confcommercio hervor.

„Die italienische Regierung will in den nächsten Wochen 60.000 „zivile Assistenten“ mit der Aufgabe einsetzen, die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften in der „Phase zwei“ zu kontrollieren. Zu „zivilen Assistenten“ sollen freiwillige Arbeitslose sowie Bezieher von Grundeinkommen und anderen Stützungsmaßnahmen aufrücken, kündigte Regionenminister Francesco Boccia an. Auch das dürfte in der ökonomisch gebeutelten Bevölkerung nicht gut ankommen.