Italien: Berlusconi und Salvini planen neues Bündnis

30.06.2021

Jetzt ist es amtlich – zur nächsten Parlamentswahl in Italien 2023 soll es eine neue rechtskonservative Partei geben, die die Regierungsübernahme anstreben soll. Darauf haben sich jetzt der frühere Ministerpräsident Berlusconi, Gründer der rechtskonservativen Forza Italia, und Lega-Chef Matteo Salvini geeinigt. „Wir wollen, daß die Mitte-Rechts-Kräfte geschlossen an den Parlamentswahlen teilnehmen. Wir schreiten voran“, berichtete Berlusconi bei einer Veranstaltung seiner Partei.

Beschlossen wurde die neue Bewegung bei einem Arbeitsessen, zu dem sich Salvini und Berlusconi in dessen Residenz in Arcore trafen. Dabei wurde über die Zukunftsperspektiven des Mitte-Rechts-Lagers diskutiert. Berlusconi drängt darauf, daß die geplante Föderation aus Mitte-Rechts-Kräften bis 2023 in eine Einheitspartei umgewandelt wird. „Wir haben fast zwei Jahre Zeit bis zu den Parlamentswahlen 2023, um eine geeinte Mitte-Rechts-Bewegung von unten aufzubauen, und zwar unter Einbeziehung vieler Aktivisten und auch Vertreter der Zivilgesellschaft, die heute weit weg von der Politik sind“, sagte Berlusconi.

Berlusconi erteilte bei dieser Gelegenheit auch allen Spekulationen um seine Gesundheit eine Absage. Er schloß einen Rückzug aus der Politik definitiv aus.

„Mir geht es zum Glück besser, und ich bleibe im Spiel“, sagte der 84jährige, der zuletzt längere Zeit im Krankenhaus hatte zubringen müssen.