FPÖ-Kickl verteidigt die Identitären: „Unterstützenswert – eine echte NGO“

14.06.2021

Der designierte FPÖ-Parteichef Herbert Kickl macht aus seinem Herzen keine Mördergrube: er hat jetzt in einem Interview des Senders PULS 24 die Identitären mit anderen Nichtregierungsorganisationen verglichen und für „unterstützenswert“ erklärt. Wörtlich: „Die Identitären sind für mich so etwas wie eine NGO von rechts. So eine echte NGO, die diesen Namen auch verdient, weil sie nämlich kein Geld vom Staat bekommt.“

Und weiter: „Ich halte das zum Beispiel für ein interessantes und unterstützenswertes Projekt, so wie das in der Vergangenheit der Fall gewesen ist, wenn hier eine Gruppe auftritt und sich gegen die Wahnsinnigkeiten des UN-Migrationspaktes ausspricht. Da gibt es ja eine inhaltliche Überschneidung – ja warum denn nicht?“

Die politische Konkurrenz äußerte sich natürlich sofort „entsetzt“ und betroffen – die Identitären werden in Österreich vom Verfassungsschutz beobachtet. ÖVP-Ministerin Edtstadler etwa argwöhnte: „Der Kurs der FPÖ unter Herbert Kickl wird radikaler“. Mit einer so offenen Annäherung an die Identitären sei „ganz klar eine Grenze überschritten“.

Allerdings hatte Kickl erst am Dienstag ausdrücklich erklärt, daß die Ämtersperre in der FPÖ für Identitären-Mitglieder auch unter ihm weiterbestehen solle.