Corona: „Dauerhafter Schaden in Wirtschaft und Gesellschaft“

09.05.2020

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sieht schlimmste Befürchtungen infolge der Coronakrise durch die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts bestätigt. „Die Industrie bricht so stark ein wie noch nie seit Bestehen des wiedervereinigten Deutschlands“, sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang. Die Coronakrise treffe die Wirtschaft mit voller Wucht.

Auch mit einer raschen Erholung sei nicht zu rechnen. Lang: „Eine Erholung hin zum Niveau der wirtschaftlichen Aktivität vor der Krise wird gesamtwirtschaftlich definitiv erst im übernächsten Jahr machbar sein.“ Jede Woche eines „Shutdowns“ koste die Volkswirtschaft einen mittleren zweistelligen Milliardenbetrag an Wertschöpfung. Der Einschnitt lasse sich nicht lange aushalten und erzeuge massive Wohlstandsverluste und dauerhaften Schaden in Wirtschaft und Gesellschaft.

Die Unternehmen forderten nun „eine verbindliche Planung ein, weil sie sich auf einen Neustart einrichten müssen“, so der BDI-Hauptgeschäftsführer. Corona und der Stillstand der Wirtschaft würden tiefe Spuren bei Beschäftigung und Wohlstand hinterlassen. Viele Unternehmen seien in ihrer Existenz bedroht. Nicht alle Betriebe würden diese Zeit wirtschaftlich überleben. „Umso wichtiger ist es, daß die Bundesregierung jetzt die mittel- und langfristigen Folgen stärker in den Blick nimmt. Nur mit einer starken Industrie läßt sich die Rezession in Deutschland und Europa abfedern“, meint Lang.