Caracas: „Weißrußland und Venezuela sind ähnlichen Angriffen ausgesetzt“

24.08.2020

In Venezuela sieht man sich durch die jüngsten Unruhen in Weißrußland an die Versuche des Westens erinnert, auch in dem südamerikanischen Land einen „regime change“ herbeizuführen. Diese Einschätzung äußerte der venezolanische Außenminister Arreaza bei einem Treffen mit dem weißrussischen Botschafter in Caracas, Oleg Paferow.

In einer Pressemitteilung des venezolanischen Außenministeriums wird Arreaza mit den Worten zitiert: „Weißrußland und Venezuela sind ähnlichen Angriffen ausgesetzt, die ein und dasselbe Szenario wiederholen.“ Der Minister bekräftigte in diesem Zusammenhang die Unterstützung der venezolanischen Regierung und des Präsidenten für Weißrußland.

Dort finden seit der Präsidentenwahl am 9. August anhaltende Proteste statt, die sich an der Wiederwahl von Präsident Lukaschenko mit 80,1 Prozent entzünden. Die Nicht-Anerkennung von Wahlergebnissen durch die vermeintliche oder tatsächliche „Opposition“ ist seit langem als Initialzündung regierungskritischer Proteste bekannt, die in der Regel massiv vom Westen unterstützt werden – so auch in Venezuela, wo sich die EU und die USA seit Anfang 2019 demonstrativ auf die Seite des Interimspräsidenten Guaidó schlagen.